Der ewige Kampf um das Taxi

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In den USA etablieren sich schon seit längerem sogenannte Ride-Sharing Apps, mit denen per Smartphone ein Taxi zu einer bestimmten Stelle bestellt werden kann. Dabei haben die Online Dienste keine eigenen Autos, sondern bieten Fahrten mit schon bestehenden Transportfirmen oder Privatpersonen an. Weiterlesen »

Online Marktplatz Mila.de verlegt Hauptsitz nach Berlin

Online Marktplatz für Dienstleistungen

Der online Marktplatz für Dienstleistungen Mila.de kündigt heute seinen offiziellen Start in Berlin an. Das in der Schweiz gegründete Portal bringt Menschen in der Umgebung zusammen, um gegenseitig Dinge zu erledigen oder Dienste zu tauschen.

Shanghai und Zürich, dort wird die branchenübergreifende Dienstleistungsplattform Mila.de bereits genutzt – nun soll sie sich auch in Berlin behaupten. Mit der Gründung der Mila GmbH verlegt die Mila AG nun ihren Hauptsitz in die deutsche Hauptstadt. Dort sieht der Geschäftsführer Daniel Andriani viel Potenzial, das geplante Wachstum in Deutschland und Europa vorzubereiten: „Das Interesse von Auftraggebern und Serviceanbietern ist jetzt schon riesig – selbst bei der Beta-Version, mit der wir online sind. Wir erwarten in den nächsten Monaten ein enormes Wachstum der Shareconomy, gerade auf der lokalen Ebene in der Nachbarschaft.“ Nach Berlin will das Unternehmen sich auf die Gewinnung von Nutzern im Ruhrgebiet konzentrieren.

Mila ermöglicht Nutzern mit einer Smartphone App oder im Web Browser auf einer Stadtkarte Gesuche und Angebote anderer Menschen in ihrer Nähe zu sehen und direkt online eine Dienstleistung, wie z.B. Hemden Bügeln oder Rasen mähen, zu buchen. Das Portal finanziert sich über eine Gebühr von acht Prozent, die Nutzer bei einer positiven Abwicklung an das Unternehmen zahlen. Ein interessantes neues Feature: ab sofort gibt es auch die unentgeltliche Kategorie “Soziales & Tausch”, mit der Dienstleistungen kostenlos oder für eine Gegenleistungen angeboten werden können.

Mila wurde von Manuel Grenacher gegründet und ist ein Spin-off der Schweizer Firma coresystems. Mehr über Mila und das Entstehen dieser Idee gibt es in unserem Interview mit Manuel zu lesen.

>> zum Interview

Ubuntu Canonical startet riesige Crowdfunding-Aktion für neues Superhandy

Ubuntu-Edge Konzept

Ubuntu hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Im Mai 2014 soll mit Ubuntu Edge ein Smartphone der neuen Generation – oder auch Superphone – auf dem Markt erscheinen. Das Handy soll über Highend-Technologien verfügen und sogar mit einem bisher nicht gekannten Feature aufwarten. Schließt man Ubuntu Edge an einen externen Monitor an, soll das Smartphone als PC fungieren, den man über den Monitor bedienen können soll. Allerdings wird die Produktion des Superhandys auf eine Stückzahl von 40.000 limitiert sein.

Ubuntu-SmartphoneUm das zu erreichen hat der Software-Unternehmen Canonical, das von Marc Shuttlworth gegründet wurde und auf die Open-Source Platform Linux basiert, eine riesige Spendenaktion in die Wege geleitet. Innerhalb von 30 Tagen sollen $32 Millionen gesammelt werden, um das Projekt tatsächlich starten zu können. Um den Umfang der Crowdfunding-Kampagne deutlich zu machen: Bei der bisher erfolgreichste Spendensammlung erzielten die Verantwortlichen der Pebble Smartwatch gerade einmal $10 Millionen, weshalb Scott Shuttleworth klarmachte, dass „sie jeden bisherigen Rekord bei Spendensammlungen brechen  müssen“ (übersetzt aus Sneddon).

Um auf die besagten $32 Millionen zu kommen, müssten die 40.000 zukünftigen Besitzer von Ubuntu Edge jeweils $810 im Vorfeld bezahlen. Allerdings würden sie das Handy erst frühestens im Mai 2014 in Händen halten.

Aber selbst wenn das Ziel von 32 Millionen Dollar nicht erreicht werden kann, hat Ubuntu schon jetzt auf sich aufmerksam gemacht und kann mit der Idee von Ubuntu Edge eventuell weitere Sponsoren für sich gewinnen. Die Crowdfunding-Kampagne findet auf der Plattform „Indiegogo“ statt und kann hier eingesehen werden: http://www.indiegogo.com/projects/ubuntu-edge

Würdet ihr in das Smartphone investieren oder es später im Handel kaufen? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

carzapp – Carsharing der nächsten Generation

carzapp Logo

Als erster privater carsharing Anbieter mit einer Hardwarelösung, das ZappKit, die das Vermieten von Autos ohne Schlüsselübergabe ermöglicht, startet carzapp in den nächsten Wochen mit der Beta Phase in Berlin.  carzapp ist eine weitere Ergänzung zu anderen carsharing Anbietern. Für die Kurzstrecken in Innenstädten eignen sich car2go oder DriveNow. 

Für viele andere Anlässe bietet carzapp den Zugang zu verschiedensten Automodellen, die von privaten Autobesitzern flexibel und kostengünstig zur Verfügung gestellt werden.  carzapp hat bereits zahlreiche Anmeldungen für die Beta Phase. Für jede Spritztour wird ein Auto zur Verfügung stehen. Von einem Cabrio für den Kurztrip zum See ,über einen rasanten Sportwagen, bis hin zum Transporter für den nächsten Umzug, ist alles in der carzapp Community vertreten. Die einzigartige ZappKit Lösung ermöglicht es, die Autos spontan anzumieten und mit dem Smartphone zu öffnen. Dabei bietet carzapp eine innovative Versicherungslösung, die automatisch zu jeder Miete dazu gebucht wird und eine stundenweise Abrechnung des Versicherungsschutzes ermöglicht.

carzapp möchte dazu beitragen, dass der Begriff Sharing populärer wird. Die Gesellschaft sollte sich weg von der Wegwerfmentalität und dem übermäßigen Ressourcenverbrauch hin zum nachhaltigen Teilen von bestehenden Ressourcen bewegen. Nutzen statt Besitzen ist die Devise. carzapp trägt einen weiteren Beitrag dazu bei Teilen einfach, sicher und bequem zu machen.

carzapp

Anleitung für eine Corporate Givebox – KoKonsum in Unternehmen fördern

Corporate GiveBox

Der gemeinschaftliche Konsum hält Einzug in Firmen: So lässt sich das Erfolgskonzept der Givebox auch in Unternehmen etablieren. Die „Corporate Givebox“ ermöglicht es den Mitarbeitern Gegenstände in einem Gemeinschaftsbüro oder einer Firma zu verschenken oder zu tauschen.

Mit dieser Anleitung ganz einfach in 3 Schritten eine Corporate Givebox starten:

  1. Ein freies Regal finden oder aufbauen. Der Ort sollte möglichst für alle im Unternehmen zu jeder Zeit erreichbar sein
  2. Schild mit den einfachen Regeln erstellen und an der Givebox befestigen (Beispiel hier herunterladen & ausdrucken)
  3. Eine kurze Mail an die Kollegen um die neue Givebox einzuweihen und die Hintergründe zu erläutern – Fertig! Nun können Mitarbeiter eigene Gegenstände und Büromaterialien aller Art, die vielleicht nicht mehr benötigt werden, teilen.

In der ersten Corporate GiveBox in einem Stuttgarter Gemeinschaftsbüro wurde mit einem einfachen Klebeband ein bestehendes IKEA-Regal mit zwei Handgriffen in eine Corporate Givebox verwandelt. Bei Bedarf lässt sich die Größe einfach anpassen. Schon wenige Tage nach dem Aufbau wurde die Idee gut angenommen und mehrere Sachen fanden bereits neuen Besitzer.

KlebebandAber auch in anderen Bereichen kann eine Givebox das Miteinander fördern: Zum Beispiel in der IT-Abteilung, um kleine Geräte wie Mäuse, Tastaturen oder Kabel unkompliziert auszugeben. Wie wäre es mit einer Corporate Givebox in einer Werkstatt, wo Einzelteile kostenlos an die Kunden weitergeben werden. Aber auch in Schulen und Kindergärten können so nicht-benötigte Schul- oder Bastelmaterialien weitergegeben werden und das Teilen spielend erlernt werden.


Was denkt ihr über die Corporate Givebox? Welche Anwendungsbeispiele gibt es noch? Teilt eure Erfahrung mit Hilfe der Kommentarfunktion!

Sharing Economy-Abend: KoKonsum als Geschäftsmodell

Coworking0711 in Stuttgart

Autorin: Michaela Kürschner. Artikel vom 4.6.2013 – ursprünglich erschienen bei der Innovationsagentur für IT und Medien Baden-Württemberg.

Jahrzehntelang hieß es, dem Schwaben gehe nichts über sein Häusle und sein heiligs Blechle. Nun verleihen auch im Südwesten der Republik immer mehr Menschen ihren Wohnraum oder ihr Auto an vollkommen Fremde. Zugegeben: Es sind nicht der klassische Häuslebauer und der bodenständige C-Klasse-Fahrer, die ihr Eigentum auf Plattformen wie Airbnb.de oder Autonetzer.de feilbieten. Trotzdem findet die „Share Economy“, die vom Time Magazine und von den Machern der CeBIT zum Trend des Jahres 2013 gekürt wurde, auch in Baden-Württemberg immer mehr Anhänger.

Das bewies der Themenabend „Share Economy“, zu dem mehrere Sharing-Anbieter unlängst nach Stuttgart geladen hatten – unter ihnen Coworking0711, Leihdirwas.de, Autonetzer.de und Airbnb.de aus Baden-Württemberg. Allen gemeinsam ist, dass sie offenbar einem Bewusstseinswandel in der Bevölkerung Ausdruck verleihen. Daniel Bartel, Sprecher von KoKonsum.org, einer Community für Anhänger des „Kollaborativen Konsums“, formuliert es so: „Das 20. Jahrhundert war geprägt von Ansehen, Werbung und Eigentum, heute geht es den Menschen eher um Reputation, Gemeinschaft und um eine sinnvolle Nutzung von Ressourcen.“ Auch wenn laut einer Studie der Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag von Airbnb bislang erst ein knappes Viertel der Bevölkerung zu den sogenannten „sozialinnovativen KoKonsumenten“ zählt, so steht doch fest: Für viele, vor allem jüngere Menschen, ist der traditionelle Konsum wenig verlockend.

10 bis 15 Prozent des Rechnungsbetrags gehen an Betreiber

Neben einem Umdenken bei den Konsumenten spielt den Betreibern von Plattformen wie Leihdirwas und Autonetzer natürlich auch das Internet in die Karten. Dank moderner Internet-Technologie können sie mit vertretbarem Aufwand Tauschbörsen und Smartphone-Apps realisieren, auf die Nutzer aus ganz Deutschland und aus allen Teilen der Welt zugreifen können. Denn wer mit dem Tauschen Geld verdienen will, braucht eine gewisse kritische Masse an Mitgliedern: Zum einen weil ein Tauschring nur dann funktioniert, wenn das Verhältnis von Angebot und Nachfrage sich in etwa die Waage hält, zum anderen weil die meisten Betreiber ihr Geld auf Provisionsbasis verdienen – das heißt, bei jeder Transaktion 10 bis 15 Prozent vom Rechnungsbetrag erhalten.

Gleichwohl ist es nicht nötig und wohl auch nicht möglich, alle Deutschen von den Vorzügen des gemeinschaftlichen Konsums zu überzeugen. Es wird immer Menschen geben, die aus den verschiedensten Gründen lieber ihr eigenes Auto kaufen und es auch mit niemandem teilen möchten. Aber, so Daniel Bartel: „Damit ein KoKonsum-Angebot funktioniert, muss man keine Massen mobilisieren.“ Und er erklärt seine These am Beispiel Auto: In Deutschland gibt es 42 Millionen Privatautos. Wenn nur ein Prozent aller PKW-Besitzer sein Eigentum mit anderen teilt, entsteht eine Flotte von 420.000 Fahrzeugen.

Autos und Wohnungen sind die begehrtesten Leihobjekte

Bei Autonetzer.de, einer Plattform für privates Carsharing, können die insgesamt 25.000 registrierten Nutzer derzeit aus über 3.500 Privatfahrzeugen wählen. Damit verfügt das Stuttgarter Unternehmen über den größten Fahrzeug-Pool aller Anbieter für privates Carsharing. „Da der Großteil unserer Mitglieder nur hin und wieder ein Auto benötigt, hat bisher noch jeder ein passendes Fahrzeug gefunden“, erklärt Michelle Urban, Pressereferentin von Autonetzer.

Etwas weniger Auswahl haben im Moment noch Besucher, die nach Stuttgart kommen und sich jenseits der ausgetretenen Touristenpfade ein privates Zimmer über Airbnb.de mieten wollen. 200 Listings, also angebotene Zimmer und Wohnungen, gibt es aktuell in Stuttgart. Zum Vergleich: In Berlin werden 8.000 Unterkünfte angeboten. Doch auch in der Landeshauptstadt sollen es nach dem Willen von Airbnb bald mehr werden. Schließlich hat es auch in den USA, wo Airbnb gegründet wurde, ein Weilchen gedauert, bis das Vermieten von Privatzimmern und -wohnungen sich etabliert hat. „Airbnb gibt es seit 2008“, erklärt Lena Sönnichsen, Pressesprecherin von Airbnb Deutschland. „Wir haben in den letzten vier Jahren insgesamt vier Millionen Gäste an Privatpersonen vermittelt, davon allein drei Millionen im Jahr 2012.“ Soll heißen: Es braucht Zeit, um den Wohnungstausch bekannt und salonfähig zu machen und um das nötige Vertrauen aufzubauen.

Wohnung zur Miete (Quelle: Airbnb)

Vertrauen ist gut, Garantien sind besser

Und um Vertrauen geht es schließlich bei allen Sharing-Geschäften. Ob ich jemandem meine Bohrmaschine oder meine Wohnung überlasse: Ich möchte sie am Ende so zurückbekommen, wie ich sie verliehen habe. Anders als häufig angenommen müssen sich die Eigentümer der Leihobjekte sehr selten mit kaputten Werkzeugen oder verwüsteten Wohnungen herumschlagen. „Die meisten Leute sind sehr viel sensibler, wenn sie etwas von Privat ausleihen“, sagt der Stuttgarter Michael Aechtler, der gemeinsam mit seinem Bruder die Plattform Leihdirwas.de betreibt. Er spricht aus eigener Erfahrung: Als überzeugter KoKonsumer leiht und verleiht er selbst Gegenstände auf Leihdirwas.de. Am häufigsten gibt er sein Original Darth-Vader-Kostüm außer Haus. Prinzipiell eigne sich für die Privatausleihe aber alles, was teuer in der Anschaffung ist und selten genutzt wird: Beamer, Werkzeuge, Skiausrüstungen zum Beispiel. Wenig lohnend seinen dagegen Filme und Bücher, so Michael Aechtler.

Damit die Eigentümer ihre Sachen auch wirklich unversehrt zurückerhalten, gibt er seinen Kunden eine Garantie. Die kommt allerdings so gut wie nie zum Tragen. „In neun von zehn Fällen lassen sich Beschwerden oder Reklamationen im gegenseitigen Einvernehmen lösen“, so der Unternehmer. Nötigenfalls zahlt er aber auch für ein kaputtes Verschleißteil. Auch Airbnb kommt über eine spezielle Gastgeber-Garantie für Schäden von bis zu 700.000 Euro auf. Autonetzer hat sich für die Zusammenarbeit mit einer professionellen Versicherung entschieden, die einspringt, wenn es zu einem Umfall kommen sollte. Meist reicht es aber aus, wenn sich die Mitglieder auf eine andere Art der Absicherung verlassen: die Bewertungen der übrigen Nutzer.  „Die Bewertungen sind eine wichtige Richtschnur für unsere Mitglieder“, sagt Michael Aechtler. Eine einzige schlechte Bewertung reiche schon aus, um sich selbst beim Rest der Community zu diskreditieren.

Coworking: Zusammen arbeitet man weniger allein

Während es bei den Tausch- und Leihgeschäften mit Konsumartikeln meist darum geht, Geld zu sparen oder nachhaltig zu konsumieren, kommt beim gemeinschaftlichen Wohnen und Arbeiten noch ein dritter Aspekt hinzu: das soziale Miteinander. Wer beispielsweise sein Büro mit anderen teilt, der tue dies nicht selten, weil „ihm zu Hause die Decke auf den Kopf fällt“, sagt Harald Amelung, Betreiber eines Coworking Space im Stuttgarter Westen. „Unsere Mitglieder schätzen den offenen Ort, an dem sie mit anderen zusammenkommen können, an dem aber zugleich Arbeitsatmosphäre herrscht“, so der studierte Informatiker. „Gleichzeitig ist durch den regen Austausch untereinander und die unterschiedlichen Profile unserer Nutzer schon manches spannende Projekt im Coworking entstanden.“ Ein Beispiel: Die Gründer von Autonetzer.de haben ihren ersten Prototyp in den Räumen von Coworking0711 entwickelt.

So schließt sich der Kreis der kleinen, aber feinen Stuttgarter Share-Economy-Szene. Und wir sind um eine Erkenntnis reicher: Teilen kann man fast alles; nur die Erfahrung mit und durch das Teilen von Dingen bleibt immer etwas ganz Eigenes.

 

Autorin: Michaela Kürschner. Artikel vom 4.6.2013 – ursprünglich erschienen bei der Innovationsagentur für IT und Medien Baden-Württemberg.

Leetchi launcht Payment-Lösung für Marktplätze, Crowdfunding und die Shareconomy

MangoPay Logo

Nachdem das Unternehmen im Dezember 2012 die Europäische E-Geld Lizenz erhielt, launcht Leetchi nun europaweit seine schlüsselfertige Payment Lösung: MangoPay.com [Dies ist eine Pressemitteilung von Leetchi]

Mit diesem Schritt öffnet der europäische Marktführer im Bereich der Gruppenbezahlungen seine innovative Technologie nun auch für Drittanbieter. MangoPay ist die einzige rundum flexible und leicht integrierbare Payment Lösung auf dem Markt. Mit nur einem einzigen Vertrag ist es den Kunden von MangoPay möglich, Bezahlungen zu akzeptieren, als Treuhänder für Drittparteien zu agieren und alle Geldflüsse auf ihren Plattformen zu verwalten. Die Payment Lösung ist einfach optimierbar und damit für Dienstleister aus den verschiedensten Branchen geeignet.

Die Funktionen von MangoPay wurden eigens den speziellen Bedürfnissen von Markplätzen, Crowdfunding Plattformen oder Dienstleistern im Bereich des kollaborativen Konsums angepasst:

  • Neben Visa und MasterCard werden auch lokale Zahlungsmittel angeboten (z.B. Elektronisches Lastschriftverfahren in Deutschland oder Carte Bleue in Frankreich)
  • SEPA-Überweisungen
  • One-Click Payments
  • Wiederkehrende Zahlungen (z.B. für Abo-Modelle)
  • E-Wallets als White-Label Lösung
  • Transfer von elektronischem Geld zwischen E-Wallets
  • Verschiedene Endgeräte (Online, Mobile, Tablets)
  • Verschiedene Währungen
  • Und zahlreiche weitere Funktionen, die ideal auf die Bedürfnisse zahlreicher Geschäftsmodelle zugeschnitten sind

Keine Einrichtungsgebühren und keine Mindestlaufzeit – MangoPay bietet transparente Kosten und schlanke Prozesse

Die einzigen Gebühren belaufen sich auf 1,8 % + 0,18 € pro erfolgreicher Transaktion. MangoPay erhebt weder Einrichtungs- noch monatliche Gebühren. Transaktionen zwischen E-Wallets sind ebenfalls kostenlos. Auch bei der Auszahlung des Geldes auf ein Konto fallen keine Kosten an.

Gründerin Céline Lazorthes über MangoPay

„Nachdem wir Leetchi.com erfolgreich als europäischen Marktführer für Social Payments etabliert haben, möchten wir unsere Technologie nun auch anderen Unternehmen zur Verfügung stellen. Unser Ziel war es, eine Payment Lösung zu entwickeln, die perfekt auf die Bedürfnisse von Crowdfunding Plattformen, Marktplätzen oder Shareconomy-Modellen abgestimmt ist. Wir wollten eine transparente, flexible und günstige Payment Lösung anbieten, mit denen Unternehmen sowohl alle rechtlichen Anforderungen erfüllen, als auch gleichzeitig den Marktbedingungen gerecht werden können.“

 

Kundenstimmen

Bereits jetzt zählt MangoPay mehr als 30 Kunden, darunter Ulule, Vestiaire Collective, Zenwego, Payplug, Cookening usw.

 „Unser Bezahlsystem muss für Hosts und für Gäste gleichermaßen einfach zu nutzen sein – aber dennoch eine Reihe von Funktionen bieten. MangoPay ist genau, wonach wir gesucht haben.“

Cédric Giorgi – Cookening

„Eine Payment Solution, die genau den Bedürfnissen unserer internationalen Community entspricht und auch den Anforderungen des Marktes entgegen kommt.“

Sebastien Fabre – Vestiaire Collective

„Wir waren auf der Suche nach einer Payment Lösung, die unseren Ansprüchen als Treuhänder unserer Kunden genügte. Mit MangoPay können wir die E-Wallets unserer Kunden völlig transparent verwalten, während wir alle rechtlichen Auflagen erfüllen.“

Alex Boucherot –  Ulule

MangoPay1 

Eine Payment Lösung von Entwicklern für Entwickler

MangoPay wurde vom Leetchi.com-Team entwickelt, das auf Social Payments spezialisiert ist. Interessenten haben die Möglichkeit, MangoPay kostenlos und unverbindlich mittels Sandbox zu testen.

 

Über die Leetchi Group

Leetchi SA ist Herausgeber von Leetchi.com, dem führenden Service für Gruppenbezahlungen und Gruppengeschenke. Leetchi SA wurde 2009 gegründet und wurde bisher von Kima Ventures, Idinvest und 360 Capital Partners unterstützt. In seiner Pariser Zentrale beschäftigt das Unternehmen 21 Angestellte aus ganz Europa. Leetchi.com hat bereits mehr als 600.000 User und verzeichnet eine monatliche Wachstumsrate von rund 25%. Leetchi Corp SA ist eine Filiale von Leetchi SA und lizensiertes Europäisches E-Geldinstitut. Mit vier Mitarbeitern operiert das Unternehmen von Luxemburg aus. Leetchi Corp unterliegt den Kontrollen der CSSF, der luxemburgischen Finanzaufsicht.

Pressekontakt:

Julia Alunovic; julia@leetchi.com; +337 62 59 70 38
Alena Mohr; mohr@segmenta.de; +49 (0)40 44 11 30 39

Interview mit Blablacar: Vertrauen im Internet – Die Hoffnung auf eine neue ökonomische Ära

Mitfahrgelegenheit

Warum ist es einfacher, Vertrauen in Onlinecommunities zu erzeugen als im „echten Leben“? Und was sind die Faktoren, die diese Entwicklung begünstigen? Anlässlich der Veröffentlichung einer Studie von BlaBlaCar über das Vertrauen von den Communitymitgliedern untereinander hat Antonin (von OuiShare.net) einige Fragen an den Gründer und Geschäftsführer von BlaBlaCar (covoiturage.fr), Frédéric Mazzella, gestellt. (Dieses Interview wurde ursprünglich in englischer Sprache auf dem Blog consocollaborative.com veröffentlicht)

 

Sie haben soeben eine Studie über das Vertrauen Ihrer Mitglieder untereinander veröffentlicht. Was sind deren markanteste Ergebnisse?

Es ist einfach phänomenal, wenn man darüber nachdenkt. Das Vertrauen stellt einen großen Wert für die Gesellschaft dar, aber es ist nur sehr schwer zu erzeugen. Seit Jahrtausenden baut die menschliche Gesellschaft auf dem Vertrauen, das zwischen Menschen besteht, die etwas miteinander teilen: ein Ort, ein Gebiet, eine familiäres Band. Denn das Vertrauen erlaubt uns, effektiv miteinander zu kooperieren. Und die Studie zeigt, dass es jetzt eine neue Art von Vertrauen gibt: Vertrauen in Onlineprofile. In einer Situation wo es zuvor keinerlei Möglichkeit gegeben hat, Vertrauen zwischen zwei Menschen zu erzeugen – keinerlei Gemeinsamkeiten und keine geteilten Interessen – dort kann jetzt Vertrauen entstehen aufgrund von Onlineprofilen.

 

„Wo es Vertrauen gibt, dort kann Zusammenarbeit geschehen. Dort kann Mehrwert kreiert werden.“

 

Dies ist kein inkrementeller Wandel der Gesellschaft – es ist nicht nur ein bisschen mehr oder besser als das bisher dagewesene – es ist vielmehr ein tiefgreifender Wandel. Nichts wird je wieder so sein wie zuvor. Das Fundament der Gesellschaft – zwischenmenschliches Vertrauen – existiert nun nicht mehr nur in kleinen Kreisen, sondern durchdringt die gesamte Gesellschaft. Damit wird auch das Potential für Kollaboration und Wertschöpfung zum Positiven verändert.

 

Was ist der Grund dafür, warum wir jetzt also Personen mit lückenlosen Onlineprofilen mehr vertrauen als unserem Nachbarn?

Es ist faszinierend. Denken wir einmal darüber nach, was Vertrauen in der Theorie bedeutet. Vertrauen heißt, dass es eine großer Wahrscheinlichkeit dafür gibt, dass die Interaktion mit einer anderen Person positive Ergebnisse erzeugt. Oder anders gesagt: Man hält die Wahrscheinlichkeit für gering, dass die Interaktion mit einer anderen Person negativ ausfällt! Es ist genau dasselbe. Vertrauen ist die persönliche Einschätzung über mögliche positive Resultate. Kurzum: man denkt, dass es klappen wird.

Aber wir können das Resultat von zukünftigen Interaktionen mit anderen Personen nur dann vorhersehen, wenn wir zuverlässige Informationen haben, auf Grundlage derer wir diese Einschätzung treffen können. Die Antwort zu der Frage ist also ganz einfach: Wir vertrauen Personen mit vollständigen Onlineprofilen mehr als unseren Nachbarn, weil wir mehr über den Onlinenutzer wissen. Mehr Information heißt mehr Vertrauen! Vertrauen in jedweder Gemeinschaft wirkt interaktionsfördernd. Kein Vertrauen hingegen bedeutet keine Interaktion.

 

„Was unsere Studie zeigt ist, dass vorangegangene Interaktionen ein zuverlässiger Gradmesser für eine zukünftige Interaktion sind.“ 

 Europa groß

Wenn ein Mitglied erfolgreich Mitfahrgelegenheiten in der Vergangenheit durchgeführt hat (wofür wir auf der Webseite Nachweise habe, d.h. Bewertungen durch andere Mitglieder), dann erscheint dieses Mitglied als vertrauenswürdig. Wenn man die Bewertungen eines Mitglieds einsehen kann, erhöht dies das Vertrauen in die Annahme, dass eine Interaktion mit diesem Mitglied positiv verlaufen wird. Streng genommen bezieht sich das in unserer Studie untersuchte Vertrauen nur auf die spezifische Aktivität einer Mitfahrgelegenheit und diese Erkenntnisse dürfen daher nicht verallgemeinert werden. Aber dennoch zeigt sie, dass es möglich ist, zwischenmenschliches Vertrauen zu erzeugen, wo zuvor keines existierte.

Die Fähigkeit, online Vertrauen zu erzeugen, ist ein echter Paradigmenwechsel für die gesamte Gesellschaft.

 

Woher stammt dieses Vertrauen?

Die Studie zeigt, dass das Vertrauen in der BlaBlaCar Community auf den folgenden Kriterien basiert (nach aufsteigender Bedeutung organisiert): ein Foto (Vertrauenswert 2.5), bestätigte Kontaktdetails (Vertrauenswert: 3.2), positive Bewertungen (Vertrauenswert 3.4). Wenn alle diese Kriterien erfüllt sind, steigt der Vertrauenswert auf 4.25. Zum Vergleich: Nachbarn erzielen nur einen Vertrauenswert von 3.3, Freunde und Familie liegen bei 4.7. Daher kann man schlussfolgern, dass Vertrauen das Zusammenspiel mehrer Faktoren ist. Aber wenn wir einen einzelnen Faktor hervorheben sollten, dann ist das ohne Zweifel die gegenseitige Bewertung. Das ist das bedeutendste Kriterium, anhand dessen man die Wahrscheinlichkeit einer positiven Interaktion, d.h. Vertrauen, messen kann.

 

Wer ist Trustman?

Es gibt nicht nur einen Trustman. Wir sind alle Trustman.

Trustman hat keine mystischen Kampfkunstfertigkeiten wie Batman oder ist von einem anderen Planeten wie Superman. Die Quelle von Trustmans Superkräften sind einfach nur seine Vertrauensprofile auf Peer-to-Peer Websiten aller Art, von Car Sharing bis zu Skill Sharing. Sie erlauben ihm, sein Leben zu bereichern, indem sie Werte für ihn selbst und für die Gesellschaft schaffen. Einerseits erscheint Trustmans Eigenschaft „vertrauenswürdig zu sein“ trivial für einen Menschen, denn wir alle besitzen diese. Aber auf der anderen Seite ist es fantastisch, anhand von Onlineprofilen essentielle Bestandteile des täglichen Lebens wie z.B. Autos oder Unterkünfte zu teilen oder vermieten zu können, Dinge, Häuser und Fähigkeiten auszutauschen, und crowdfunding, crowdsourcing und tausendfache Zusammenarbeit darüber zu organisieren: Alles Dinge, die uns nicht nur Geld sparen lassen, sondern auch unser Leben bereichern.

Warum ist er ein Superheld? Wovor wird er uns retten?

Trustman ist ein neuer Superheld für eine neue ökonomische Ära. Vertrauen gehört zu den essentiellsten inneren Einstellungen, die wir gegenüber unseren Mitmenschen haben können, denn es eröffnet uns die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten von Kollaboration und Kooperation, zum Vorteil aller.

„Trustman ist das Symbol für eine neue, kollaborative Verhaltensweise und deren positive Resultate, die wir gerade erst zu sehen bekommen.“

Trustman steht für unsere Version von der Hoffnung auf eine kollaborative Zukunft.

 

Planen Sie die Einführung von vertrauensspezifischen Produkte oder Dienstleistungen? Wird Trustman zu BlaBlaTrust?

 

Trustman ist eine Metapher, kein Feature. Wir wollten Menschen aus den Medien, aus dem IT-Bereich und aus der Szene des kollaborativen Konsums dazu bringen, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Da Vertrauen so wichtig ist für BlaBlaCar und alle anderen Peer-to-Peer Dienstleistungen, und aufgrund unseres Erfolges eine vertrauenswürdige Online Community von mehr als 3 Millionen Mitglieder in Europa aufzubauen, dachten wir, dass wir etwas beitragen könnten zu dem Bewusstsein und dem Verständnis dieses wichtigen Themas. Wir wollten unsere Einsichten und Daten teilen, welche zentrale Rolle Vertrauen in der BlaBlaCar Community einnimmt.

 

Ist Mitfahren das Tor zu anderen Arten des Teilens? Sind Mitglieder Ihrer Community eher geneigt, andere Sharing Dienstleistungen zu nutzen?

 

Ja, ein Teil unserer Community begann damit, andere kollaborative Online Dienstleistungen zu benutzen, nachdem Sie Mitglied bei BlaBlaCar wurden (zwischen ein bis sechs Prozent). Dies suggeriert, dass Mitglieder durch das Nutzen von BlaBlaCar auf die Vorteile kollaborativer Verhaltensweisen aufmerksam gemacht werden und offener sind, neue Dinge in diesem Bereich auszuprobieren.

Interessanterweise zeigt unsere Studie auch, dass wenn die angebebene Bereitschaft eines Mitglieds gering war, andere kollaborative Verhaltensweisen auszuprobieren (Crowdfunding und Peer-to-Peer Autovermietung), auch die Kenntnisse darüber gering waren. Dieses Resultat suggeriert eine Korrelation zwischen den tatsächlichen Kenntnissen in einer Bevölkerung und deren Bereitschaft, neue Verhaltensweisen auszuprobieren. Dies ergibt auch Sinn, denn während Kenntnisse notwendigerweise bewusstem Handeln auf der persönlichen Ebene vorausgehen, ist ein generelles gesellschaftliches Bewusstsein notwendige Voraussetzung für eine Verhaltensänderung en masse. Diese These stimmt mit unserer Erfahrung bei BlaBlaCar überein, wo generelles gesellschaftliches Bewusstsein und mediale Darstellung der Schlüssel für die Akzeptanz des Mitfahrens sind.

„Dies sind wichtige Daten für die Akteure der kollaborativen Ökonomie, denn sie zeigen, dass wir zusammenarbeiten können – und müssen – um das Bewusstsein für die verschiedenen kollaborativen Plattformen sektorübergreifend zu stärken, von Übernachtungsmöglichkeiten zum Transport, zu Finanzierungen und darüber hinaus.“

BlaBlaCar-Gruuenderteam

Frédéric Mazzella ist der Gründer und Vorstandsvorsitzende von BlaBlaCar. Das im Jahre 2004 als eine Nebenbeschäftigung gegründete Startup hat eine kritische Masse von Nutzern in Frankreich 2010 erreicht. Das Unternehmen wächst jetzt exponentiell in ganz Europa (mit über 100,000 neuen Nutzern pro Monat ist es eines von den zwei am schnellsten wachsenden Mitfahrnetzwerken weltweit.

KoKonsum als Baustein des nachhaltigem Konsum

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Gastbeitrag von Paul Bösl zum Aufbau einer neuen, nachhaltigen Community des Konsumierens:


Wir brauchen Veränderung!

Müllberge scheinen unaufhörlich zu wachsen. Gleichzeitig scheint es immer mehr Menschen zu geben welche an der Grenze des Existenzminimums leben. Viele sogar darunter. So sterben jeden Tag 25.000 Menschen an den Folgen der Unterversorgung, während alleine in Deutschland durch private Haushalte 6,6 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet werden. Dass es sich hier um eine äußerst ungerechte Verteilung handelt kann sich wohl jeder vorstellen. Weit schwerer ist es sich vorzustellen, dass es gar nicht mal so schwer wäre alle Menschen ausreichend zu ernähren. Wir müssen nur anfangen unsere Ressourcen gerechter zu verteilen. Eine Lösung könnte im collaborative consumption zu finden sein:

  • Teilen statt besitzen
  • Geben statt nehmen
  • Lieben statt hassen

Um beim Beispiel Lebensmittelverschwendung zu bleiben: Wie ja allgemein bekannt ist, führt eine erhöhte Nachfrage bei Lebensmittel bestimmt für die Grundversorgung zu einem erhöhten Weltmarktpreis. Eine erhöhte Nachfrage entsteht je mehr Lebensmittel verschwendet werden. Ein erhöhter Weltmarktpreis wiederum führt dazu dass die Ausgaben für Lebensmittel steigen. In den ärmeren Teilen der Bevölkerungsschicht kann dies schnell bedeuteten, das 50 oder gar 80 Prozent des Monatsgehalts für Lebensmittel ausgegeben werden müssen. Die Folge daraus, Kaufkraft sinkt immens und die Wirtschaft beginnt zu schrumpfen. Eine Abfolge, die sich wohl bis ins unendliche fortführen lässt. Zwei Dinge lassen sich aber schon jetzt ganz eindeutig herauslesen:

  • Unsere Konsumgewohnheiten haben einen mächtigeres Einfluss als man es zu Beginn annehmen mag
  • unser Wirtschaftssystem ist stark mit unserem Finanzsystem gekoppelt, wenn nicht sogar davon abhängig

Die Bewegung um KoKonsum, dabei Lösungsmöglichkeiten zu finden, ist auf einem guten Weg. Das werde ich euch aber wahrscheinlich gar nicht erst erzählen brauchen. Foodsharing, Leihdirwas, Mitnehmerportale, Umsonstläden; all das kennt ihr ja bereits.

Vorstellen möchte ich euch deshalb hier ein Projekt, noch völlig unbekannt in der Szene. Ein Projekt, welches sich via crowdfunding finanzieren möchte. Aber auch ein Projekt, welches ohne deine Hilfe wohl niemals existieren wird. „nachhaltiger Konsum“, das Projekt von der Community für die Community: Ziel ist es ein auf lange Sicht ein gemeinnütziges Portal zu kreieren, welches in seiner Struktur so aufgebaut sein wird, dass sich die Community selbst verwalten kann. Ganz im Sinne des collaborative collective kann unter nahezu anarchischen Strukturen für eine bessere Welt gekämpft werden. …ups, ich hoffe ich habe mit meiner Wortwahl (anarchischen, gekämpft) nun keinen negativen Trigger bei dem ein oder anderen ausgelöst. 😉

Ziel des sich entwickelten Netzwerkes soll es sein, Menschen über die oftmals verheerenden Folgen unsere Konsumgewohnheiten zu sensibilisieren, gleichzeitig aber auch um Alternativen zu finden, anzubieten und andere gemeinnützige Projekte finanziell zu unterstützen. Die Angebotenen Alternativen werden dabei weit über das Anbieten von z.B. GOTS zertifizierte Kleidung hinausreichen. Solidarische Landwirtschaft, tauschen, verleihen, verschenken, Komplementärwährungen, alternativer Versand und vieles mehr ist in Planung. So soll beispielweise in Kollaboration einiger Tauschbörsen und ähnlichen Plattform gemeinsam eine Metasuchmaschine entwickelt werden. Diese soll so konzipiert sein, dass sie abhängig davon auf welcher teilnehmenden Tauschbörse sie eingebunden ist ein individuelles Suchergebnis ausgibt um somit das Angebot aller vorhandenen Tauschangebote zum Vorteil Aller bündelt, ohne dass dabei die Individualität und Vielfalt der verschiedenen Tauschbörsen zerstört werden würde.

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Alternativer Versand: 1,36 Personen fahren im Durchschnitt auf deutschen Straßen in einem Auto. Nicht sonderloch effizient. Glücklicherweise gibt, auch dank der Mitnehmerportale, eine Gegenbewegung. Eine funktionierende Alternative für den Versand fehlt aber bis dato. In Zusammenarbeit einiger Mitnehmerportale und ganz vielen freiwilligen Helfern soll ein flächendeckendes alternatives Versandsystem (vorerst) in ganz Deutschland aufgebaut werden.

Solidarische Landwirtschaft: Die Vorteile der solidarischen Landwirtschaft sind eigentlich unschlagbar, und doch so unbekannt. Diese alle zu nennen und zu erläutern würde wohl diesen Artikel sprengen. Soviel sei aber gesagt: Der Landwirt erhält Planungssicherung, ist unabhängig von Marktschwankungen sowie unabhängig von den jeweiligen Kreditgebern. Der Konsument erhält 100% Transparenz sowie eine hohe Qualität. Durch die Direktvermarktung kann es sogar sein, dass die ein oder anderen Lebensmittel günstiger für den Verbraucher sein werden. Ziel soll es sein die solidarische Landwirtschaft zu fördern. Dafür wird „nachhaltiger Konsum“ interessierte Landwirte direkt bei der Umsetzung unterstützen und Interessierte mit dem jeweiligen Hof zusammenführen. Aber auch Initiativen unabhängig eines Bauern sollen gefördert werden.

Das Informationsportal
Der aber vielleicht noch viel wichtigere Teil wird das Informationsportal, integriert in das Projekt selbst, sein. Konsumkritik gepaart mit dem Präsentieren von Alternativen werden dabei an erster Stelle stehen. Denn nur wer sich über die Probleme bewusst ist, wird auch dafür bereit sein, sein eigenes Konsumverhalten zu ändern. Und nur wer Alternativen kennt, wird in der Lage sein, sein Konsumverhalten zum Positiven zu verändern.
Das Besondere an dem Portal: Sobald eine ausreichende Größe der Community erreicht ist, wird sie selbst alle nötigen administrativen Aufgaben erfüllen können, ohne dass man dadurch Einbußen in der Qualität der Artikel befürchten muss.

Was passiert mit all den eigereichten und publizierten Informationen?
Sollten die gesammelten Informationen direkt einen bestimmtes Produkt betreffen werden diese direkt mit ihm verlinkt. Dies soll der bestmöglichen Aufklärung und Transparenz dienen.
Um das zu ermöglichen wird ein Marktplatz bereitgestellt auf dem alle erdenglichen Produkte eingestellt werden können. Für den Verkauf zugelassen sein werden allerdings nur jene welche möglichst nachhaltig hergestellt wurden.

Warum Produkte in den Marktplatz stellen die nicht nachhaltig sind?
Nun ja, das ist ganz einfach. Stell dir mal vor, der Ich–informiere-mich-nicht-wie-ein-Produkt-hergestellt-wird-Kunde stößt über seiner Suche nach einem online Primarktshop nun stattdessen auf den Marktplatz von „nachhaltiger Konsum“. Was wird er dort finden. Produkte von Primarkt. Statt aber schrillerde Werbebotschaften werden ihn stattdessen Berichte über die Produktionsbedingungen und die Folgen des konventionellen Baumwollanbau erwarten. Wusstest du das 75% aller konventionell hergestellten Baumwolle genetisch manipuliert wurde?

Wem dient der Marktplatz?
Den konventionellen Unternehmen wohl kaum! Dafür wird er aber möglichst nachhaltigen Anbietern die Möglichkeit gegen ihre Produkte gegen eine kleine Provision anzubieten. Die Provision wird dabei zu 100% an gemeinnützige Projekte sowie die Community selbst ausbezahlt werden.
Verfügbare Informationen für alle nutzbar machen
Auf Basis des Informationsportal soll eine Datenbank, den Ansprüchen von open source gerecht werdend, entwickelt werden, welche die gesammelten Informationen für jeden zugänglich und nutzbar macht. Detaillierte Produktbewertungen sollen erstellt werden. Zukünftig könnten Shopbetreiber diese Datenbank einbinden und somit überprüfen wie nachhaltig ihre angebotenen Produkte sind. Sollte ein Produkt z.B. unter Menschenrechtsverletzenden Bedingungen hergestellt worden sein, so würde der jeweilige Shopbesitzer automatisch darüber benachrichtigt werden. Shopbesitzer die Wert auf 100 prozentige Transparenz legen könnten zudem die Daten sichtbar für ihre Kunden einbinden.
Sustainable Negative Points auf Basis der Datenbank inkl. der ausführlichen Produktbewertung wird es in Zukunft eine Art Nachhaltigkeitsgebühr geben. Um es ganz kurz zu machen: Je weniger nachhaltig ein Produkt ist, desto höher fällt die Summe der Sustainable Negative Points aus. Es ist ein Programm zur Steuerung der Preise sowie zur Unterstützung von Herstellern/Händlern/Dienstleistern die ihre Produktionskette etc. nachhaltiger gestalten möchten. Alle Teilnehmer werden nicht nur eine kostenlose Beratung erhalten, sondern zudem zinslose Kredite, sofern Kapitalbedarf besteht um das Unternehmen nachhaltiger zu gestalten. Die Finanzierung erfolgt über die Sustainable Negative Points denen eine reale Geldmenge gegenüber steht.

Ich brauche deine Unterstützung:
Das sehr umfangreiche Projekt, habe hier, aus der Erfahrung heraus, dass zu lange Text gar nicht erst gelesen werden, sehr knapp dargestellt. Die einzelnen Aspekte die das gemeinnützige Projekt „nachhaltiger Konsum“ abdecken soll, werde ich versuchen in einer kleinen Artikelserie vorzustellen.
Wer schon jetzt Interesse hat ein solches Projekt zu verwirklichen kann gerne das Kommentarfeld nutzen um mit mir Kontakt aufzunehmen. Auch wird derzeit händeringend Unterstützung für die Crowdfunding Kampagne gesucht: http://www.startnext.de/nachhaltiger-konsum

So sieht der Aufbau der Organisation aus:

Organisationskultur_nachhaltigerKonsum

 

Über Fragen/Anregung/Kritik/Lob würde ich mich sehr freuen. Ihr erreicht mich unter pauly18@gmx.de.